
2:0-Erfolg über Außenseiter Gießmannsdorf / Rekordkulisse: 620 Fans in Wittmannsdorf
Der haushohe Favorit
Grün-Weiß Lübben II hat das
Kreispokalfinale gewonnen. Einen Verlierer schien es aber nicht zu
geben. Außenseiter SG Gießmannsdorf feierte mit
seinen Fans den zweiten Platz. 620 Zuschauer sahen gestern im
Wittmannsdorfer Parkstadion ein hochklassiges und ausgeglichenes Spiel,
das letztlich die erfahrenere Mannschaft mit 2:0 für sich
entschied.
Lübben trat mit sechs Landesliga-Spielern an und bestimmte die
Anfangsphase der Partie. Der Gießmannsdorfer Torwart Michael
Benesch parierte in den ersten vier Minuten gleich zwei
gefährliche Schüsse von Gordon Pohle und Denny
Matthes. Doch der Außenseiter versteckte sich nicht und hatte
danach mehrmals den Führungstreffer auf dem Fuß.
Christian Sickora und Christian Gollee scheiterten teilweise
völlig freistehend am überragenden Lübbener
Landesliga-Keeper Christian Harmuth.
Das Tempo blieb auch nach der turbulenten Anfangsphase enorm hoch.
Beide Mannschaften spielten offensiv nach vorn, ein Klassenunterschied
war nicht zu erkennen. Stefan Vogt ließ dem ehemaligen Profi
vom FC Energie Cottbus, Denny Matthes (23), nur wenig
Freiräume. Gießmannsdorf kombinierte geschickt und
drängte auf das Führungstor. Christian Gollee vergab
dabei die größte Möglichkeit, als er allein
auf den Lübbener Schlussmann zulief. Im direkten Gegenzug
gelang dem Favoriten durch den eingewechselten Patrick Nitsch das 1:0
(22.). "Hier wurden wir eiskalt ausgekontert, da fehlte uns die
Cleverness", sagte SG-Trainer Stephan Teske.
Der Underdog zeigte sich aber nicht geschockt und spielte weiter forsch
nach vorn. Lübben wurde weit in die eigene Hälfte
gedrängt. Christian Sickora vergab die beste Chance zum
Ausgleich. Erst kurz vor der Pause spielte Lübben wieder etwas
stärker auf. Kay Raschke traf mit einem Kopfball die Latte.
"Gießmannsdorf hat ganz stark gespielt, von Lübben
bin ich enttäuscht", sagte Uwe Trautmann, Coach vom frisch
gebackenen Kreismeister FSV Groß Leuthen/Gröditsch.
Der Favorit kam energischer aus der Kabine und ließ
Gießmannsdorf bis zur 70. Minuten kaum aus der eigenen
Hälfte. Das Team wirkte nicht mehr so frisch und schien dem
hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zu zollen. Eine Viertelstunde
vor Schluss setzte SG-Trainer Stephan Teske alles auf eine Karte,
wechselte zwei frische Offensivkräfte ein und löste
die Liberoposition auf. Angefeuert von den Fans läutete der
Außenseiter zur Schlussoffensive. Lübben wurde
nervös und agierte nur noch mit Befreiungsschlägen.
Drei Minuten vor dem Ende tanzte Marco Lehmann im Mittelfeld vier
Gegenspieler aus, passte den Ball zu Peter Kasubke, der am
Lübbener Keeper scheiterte. Den Schlusspunkt setzte Marco
Possling vom Elfmeterpunkt, nachdem Denny Matthes im Strafraum gefoult
worden war.
"Der Sieg ist verdient, jetzt wird gefeiert", jubelte
Grün-Weiß-Trainer Sven Strugalski. "Ich bin stolz
auf die Truppe", zeigte sich sein Kollege Stephan Teske zufrieden. "Die
Partie war ausgeglichen. Dass die Lübbener auch ohne ihre
Landesliga-Spieler gewonnen hätten, wage ich zu bezweifeln",
sagte Fußballkreis-Chef Benjamin Kaiser.
Lübben II spielte mit: Christian Harmuth, Sebastian Rieger,
Marco Possling, Andreas Kozur, André Kopsch (René
Kopsch, 76.), Felix Sander, Kay Raschke (Michael Lange, 81.), David
Frohn, Gordon Pohle, Birger Cecelka (Patrick Nitsch, 15.), Denny
Matthes.
Gießmannsdorf spielte mit: Michael Benesch, Michael Wrobel
(Stefan Wrobel, 75.), Marcus Schuster, Silvio Deger (Marco Lehmann,
75.), Ralf König, Christian Gollee, Christian Sickora,
René Graßmann, Kevin Klinkmüller,
Sebastian Blümel, Stefan Vogt (Peter Kasubke, 63.).
Autor: Lars Hartfelder // Quelle: Lausitzer Rundschau

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